Rampen-Dance
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Der Rampen-Dance (dt. abgeleitet von Rampenlicht-Tanz, Kürzel: RD) ist ein v.a. in Süddeutschland verbreiteter, unverkennbarer Tanzstil.
Seine genaue Entstehungszeit ist unbekannt, allerdings geht man davon aus, dass er in den späten 2007ern oder frühen 2008ern erfunden wurde.
Die Erfinder des Rampen-Dance, bekannt unter den Künstlernamen Diego und Gonzales, sind wahrhafte Ikonen in der Rampen-Dance-Szene und werden bereits als
Halbgötter betrachtet.
Übertroffen werden sie nur durch den Messias (siehe weiter unten).
Der Rampen-Dance ist ein Tanz der nur in Gesellschaft - sog. Teams - getanzt werden kann, da dazu mindestens zwei, maximal vier Leute benötigt werden.
Getanzt werden kann mit und ohne Musik, an jedem beliebigen Ort und über alle Bevölkerungsschichten hinweg.
Bei Tänzern äußerst beliebt ist aber das vorherige Konsumieren alkoholhaltiger Erfrischungsgetränke in rauhen Mengen.
Die Teams setzen sich streng hierarchisch wie folgt zusammen:
1. Der Angeber
2. Der Indianer
3. Der Ruderer
4. Der Driver
Der Angeber:
Der Angeber wurde zeitgleich mit dem Indianer erfunden, somit bilden beide zusammen den Kern eines jeden Rampen-Dance-Teams (RDT).
Wie seiner Bezeichnung bereits zu entnehmen ist, gibt der Angeber "den Takt an", bestimmt also ob/wann/wie schnell/wie lange/etc. getanzt wird
und ist
somit Initiator eines jeden RD.
Sein Tanzstil zeichnet sich durch eine mit einer Körperseite oder gar dem Rücken zum restlichen RDT gewandten Haltung aus und äußert sich v.a. in
auf-und-ab-wippenden Bewegungen des gesamten Körpers, wobei die Beine leicht angewinkelt sind und meist ein Fuß zur Stabilisierung nach vorne gesetzt
wird. Zudem wird eine der beiden Hände an das Gesäß gehalten (die sog. Hinterhand), wohingegen die andere auf gleicher Höhe auf der Vorderseite des
Körpers verweilt und den Schritt bedeckt (Vorderhand). Zu beachten ist, dass die Hinterhand entweder den Zeigefinger ausstreckt, welcher somit als Taktstock fungiert und deshalb natürlich dem restlichen RDT
zuzuwenden ist, oder -so wie es ursprünglich angedacht war, jedoch nicht zwangweise praktiziert werden muss- eine LED-Leuchte bedient, welche
vorzugsweise blau strahlt, da der RD meist dann aufgeführt wird, wenn man "blau" ist, jedoch sind andere Farben genauso anwendbar.
Das Leuchten der LED kann ein konstantes Strahlen sein, aber auch ein rhythmisches Aufblinken, wie es v.a. bei Diego desöfteren zu sehen war.
Der Indianer:
Wie bereits angedeutet, ist der Indianer unerlässlicher Bestandteil eines jeden RDT und essentiell für die korrekte Ausübung des Rampen-Dance.
Seine Tanzeinlage ist dem zeremoniellen Herumtanzen der Indianer um ein Feuer nachempfunden (daher auch die Bezeichnung "Indianer"), unterscheidet sich
jedoch dadurch, dass sie auf einer Stelle, also fest am Platz ohne jedweder körperlicher Fortbewegung, stattfindet und nicht etwa um andere RDDs
(Rampen-Dance-Dancer) herum aufgeführt wird. Der Indianer tanzt auf einem Bein stehend, bewegt dabei die Arme in alternierenden Bewegungen auf Kopfhöhe vor und zurück, wobei das andere Bein
angezogen und das Knie nach oben gestreckt wird. Auch der Indianer bedient sich eines leichten auf-und-ab-Wippen des (meist leicht nach vorne geneigten)
Körpers, wodurch sein Tanz dynamsicher und mitreißender wirken soll.
Der Ruderer:
Als sprichwörtlich "dritter mit im Boot" kommt dem Ruderer scheinbar keine all zu wichtige Rolle mehr zu, jedoch trägt sein simpler Tanz zur immensen
Aufwertung eines jeden RD bei. Wie sein Name bereits impliziert, zeichnet sich sein Stil durch kreisende, um einen halben Kreisbogen versetzte Bewegung
der ausgestreckten Arme aus, was im eigentlichen Sinne eher an die Schwimmart Kraulen erinnert, jedoch das Rudern bei einem Boot symbolisieren soll.
Andere Bezeichnungen wie "Krauler" oder "Schwimmer" sind daher zwar naheliegend, jedoch schlichtweg falsch und nicht geläufig.
Der besondere Reiz, als Ruderer zu agieren, liegt vor allem in der manigfaltigen Variationsmöglichkeit des Ruderns begründet:
Man kann die Arme entweder nach vorne kreisen lassen, nach hinten oder gar gegenläufig. Alle drei Varianten sind RD-konform und können frei nach Belieben
angewendet werden.
Zu beachten beim Rudern ist eine leicht nach hinten gelehnte Körperhaltung, die das Ankämpfen gegen eine wehemente (meist imagnäre) Strömung
verbildlichen soll.
Der Driver: (dt. Fahrer)
Noch einfacher als die Tätigkeit des Ruderers verhält es sich mit dem Tanz des Drivers: Ebenfalls mit dem Körper leicht zurückgelehnt, wird einer der
beiden Arme nach vorne ausgestreckt und in viertel- bis halbkreisförmigen Bewegungen abwechselnd von links nach rechts bewegt.
Dies verkörpert das fortwährende Bedienen eines Lenkrades in einem Vehikel, wodurch sich die Bezeichnung Driver erklären lässt. Der Vollständigkeit kann
die zweite Hand dazu verwendet werden, das Betätigen des Schalthebels nachzuahmen ("shiften"), jedoch ist das Ruhen auf dem Bauch ebenso möglich,
manchmal sogar vom Driver bewusst gewählt, da dadurch das Fahren mit einem Automatikgetriebe und/oder konstanten Tempo angedeutet wird, was Zuschauern
den Eindruck von lässigem Cruisen vermittelt.
Ähnlich wie ein Angeber seine Darbeitung mit einer LED abrunden kann, bietet eine Sonnenbrille dem Driver
ein willkommenes Utensil, mit welchem er seinen Auftritt aufwerten kann.
Die Hierarchie:
An der Spitze der Hierarchie steht der Angeber, danach folgen wie oben bereits aufgelsitet in absteigender Ranghöhe der Indianer, der Ruderer und zuletzt
der Driver. Es ist vollkommen unabdingbar, dass beim Tanzen mindestens ein Angeber und ein Indianer dabei ist, sowie ein Ruderer anwesend, sollte auch ein Driver
mittanzen wollen.
Kombinationen wie Angeber + Ruderer oder Angeber + Indianer + Driver sind daher nicht zulässig und verstoßen gegen die mündlich gefassten Konventionen
der Tänzergemeinde.
Konform hingegen wäre A + I + R oder natürlich der Idealfall A + I + R + D.
Als absoluter Hochverat an die Ideologie des zusammentanzens gilt das Tanzen als einzelnes Individuum. Tänzer die beim sog. "Frennen" (=seine eigene
Persönlichkeit überzogen stark in den Vordergrund stellen) erwischt werden, haben den sofortigen Ausschluss aus der Tänzergemeinde oder Schlimmeres zu
befürchten. Lediglich trainiert werden darf alleine, jedoch nur in dunklen, zurückgezogenen Kammern, die vollständig von der Außenwelt abgeschnitten
sind.
Die Teambildung:
Grundsätzlich darf jeder Mensch Mitglied in einem RDT werden oder sogar sein eigenes bilden. Wichtig ist dabei nur, dass die Teams sich entsprechend der
Hierarchie entwickeln, sprich der Teamgründer ist gleichzeitig auch immer der Angeber und muss sich als nächstes einen Indianer suchen, danach einen
Ruderer usw. Zudem ist es erforderlich, eine genaue Einweisung bei RDDs mit Erfahrung zu erhalten, und v.a. als Angeber über alle vier Tanzstile bescheid
zu wissen. Möchten mehrere Leute gleichzeitig ein Team bilden, so sind die Rollen der einzelnen frei wählbar.
Teams die ohne vorherige Einweisung gebildet wurden oder nicht der Hierarchie entsprechen werden nicht in der Gemeidne akzeptiert und gelten als
Betrüger. Sind fünf oder mehr Leute dazu gewillt zu RDDs zu werden, so müssen entsprechend viele Teams gebildet werden, da die Maximalanzahl von vier Leuten pro
Team in keinem Fall überschritten werden darf. Entsprechend darf natürlich innerhalb eines Teams jede Rolle nur einmal vertreten sein, die Kombo A + I + R + R wäre also z.B. nicht zulässig.
Es ist das Ziel eines jeden RDD bzw. RDT den Tanz anderen zu lehren und somit zu verbreiten, wodurch dem Rampen-Tanz ein gewisser missionarischer
Charakter beiwohnt.
Der Messias und die Prophezeiung:
Obgleich der RD keine Religion im engeren Sinne darstellt, so teilen alle RDDs den festen Glauben an einen Auserwählten, einen Erlöser, einer RD-Gottheit, einen in Sachen
RD omniszienten und virtuosen Messias, der eines Tages die gesamte Menschheit zum RD bewegt und so die Welt friedlich vereint.
Der Messias zeichnet sich
dadurch aus, bisher nichts über den RD zu wissen, geschweigedenn schon einmal davon gehört zu haben, aber dennoch alle vier Tanzstile bei bloßer
Erwähnung der Bezeichnung und ohne vorherige Einweisung perfekt vorführen zu können.
Selbstverständlich kann es bei diesem System zu Betrugsversuchen kommen,
indem ein erfahrener RDD nur den Unwissenden spielt, jedoch herrscht in der
RD-Gemeinde ein enorm verschworener Vertrauenskodex, welcher zum einen dafür sorgt, dass RDDs gar nicht in Versuchung geführt werden sich zum Messias erheben zu
lassen, zum anderen sicherstellt, dass ein falscher Messias durch die Ehrlichkeit eines anderen RDDs entlarvt wird.
Bis Dato verlief die Suche nach dem Messias ohne Erfolg.
Trivia:
-Die offizielle Bezeichnung lautet Rampen-Dance, jedoch besitzt die veraltete Bezeichnung Rampenlicht-Tanz nach wie vor ihre Gültigkeit.
Selbst
Namenshybirde wie "Rampen-Tanz" oder "Rampenlicht-Dance" haben sich in der Szene etabliert und finden (wenn auch selten) Verwendung.
-Der Name Rampen-Dance leitet sich durch die Angeber-LED ab, welche beim Tanzen Rampenlicht symbolisieren soll.
-Nicht selten wird ein mit einer LED ausgerüsteter Angeber (LA) als "Armleuchter" bezeichnet, wohingegen die Bezeichnung Team-LEDer viel treffender wäre.
-In der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 2008 schaffte es die Szene, ihre Anhängerschar mindestens um den Faktor vier zu erhöhen, was in die
Geschichtsbücher wohl als "Rampen-Kristallnacht" eingehen wird.
-Die allererste 4-Mann-RD-Formation, bekannt als RDT 1, setzte sich zusammen aus den bekannten Tänzern Diego (A), Gonzales (I), Zool (R) und AL-X (D)
-Beim RD verliert die Aussage "Don't drink and drive" jedwede Bedeutung, sogar das Gegenteil wird von vielen Drivern erwartet
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